Eli-Schüler*innen zu Gast

Benefizkonzert für die Ukraine in der Alten Oper

Am 10. März veranstalteten der Hessische Rundfunk und das Land Hessen ein Benefizkonzert in der Alten Oper. Schüler*innen der Elisabethenschule und der I. E. Lichtigfeld-Schule wurden dazu eingeladen. Anlass des Benefizkonzerts war der Angriffskrieg Putins auf den souveränen Staat Ukraine.
Aus diesem Grund war auch der Frankfurter Generalkonsul der Ukraine Vadym Kostiuk zugegen. Mit einer bewegenden Rede an das Publikum im Saal forderte er alle zu einer Schweigeminute auf. Jede Sekunde widmete er einem im Krieg getöteten Kind. Als Zeichen der Solidarität für die Opfer des Krieges, wurde die Fassade der Alten Oper sowie ihr Konzertsaal in den Nationalfarben der Ukraine beleuchtet.
 
Das Konzert begann aus gegebenem Anlass mit der ukrainischen Nationalhymne, die vom HR-Sinfonieorchester gespielt wurde. Der Saal erhob sich für die Hymne. Das zweite Stück, das Cellokonzert von Robert Schumann beeindruckte vor allem durch die Virtuosität des norwegischen Cellisten Truls Mørk. Die Begleitung
des Sinfonieorchesters brachte viel Harmonik und eine wechselnde, packende Dynamik hinzu, die das romantische Stück mit den fließend miteinander verbundenen Sätzen emotional prägte. 
 
Nach der Pause ging es mit dem etwas moderneren und außergewöhnlicheren Stück „Marevo" der ukrainischen Komponistin Anna Korsun weiter. Gespielt wurde es von 2 Celli, 2 Geigen, 2 singenden Sägen und einem Keyboard. Es war keine klare Harmonik und Rhythmik vorhanden. Vielmehr waren alle Töne der Streicher so miteinander verbunden, dass ein klassischer Sirenenton entstand, typisch für Bombenwarnungen. Das Stück dauerte 13 min und war für uns etwas ganz Neues und hat auch verdeutlicht, wie es sich leider anfühlen muss, als friedlicher Zivilist in einem Kriegsgebiet leben zu müssen. Somit hat dieses Werk auch sehr eindrucksvoll zum Anlass des Konzertes gepasst. 
 
Zum Schluss wurde der letzte Satz von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie mit der Europahymne 'Freude, schöner Götterfunken' gespielt. Dafür kam sogar ein Chor mit 4 Solisten (Sopran, Tenor, Alt und Bass) auf die
Bühne. Anstatt „Freude, schöner Götterfunken" sang der Chor „Freiheit, schöner Götterfunken", passend zum Anlass. Dies war ein schöner Abschluss und hat uns vor allem nochmal daran erinnert, wie gut es uns hier in Deutschland geht. 
 
Der gesamte Abend war mit den Reden und der Musik sehr beeindruckend. Anschließend an das Benefizkonzert wurden die Schüler*innen wie Lehrer*innen der Elisabethenschule sowie der I. E. Lichtigfeld-Schule zu einem Umtrunk zusammen mit dem Chef der hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU, als Vertreter der Landesregierung) sowie dem Frankfurter Generalkonsul Vadym Kostiuk eingeladen.
 
Max Lux E2, Moritz Gemmer Q2

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