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Projekttag zum Thema Sexismus   

Am Donnerstag, den 18.04 fand im Jahrgang 10 ein Projekttag von der SV zum Thema Sexismus statt. Angeboten wurden zwei Workshops von zwei verschiedenen Vereinen: Basa e.V., die sich mit der Beratung und (politischer) Bildung von Jugendlichen beschäftigen und Wildwasser, eine Anlauf- und Beratungsstelle für sexuellen Missbrauch. Organisiert wurde der Projekttag von der SV, die auch am Anfang in der Mensa eine kleine Einführung in das Thema gegeben haben. 

Der Workshop von Wildwasser hat damit begonnen, dass erklärt wurde, was sexuelle Gewalt ist.  Auch das Lied “3 Sekunden” von CÉLINE und Paula Hartmann wurde vorgespielt, um Begriffe zu sammeln und ein erstes Gespräch zu starten. Nach der Einführung wurden die Schüler*innen in zwei Gruppen geteilt, die jedoch denselben Inhalt behandelten. 

Bei der ersten Aufgabe ging es um die Einschätzung von sexualisierter Gewalt. Dazu wurden Beispiele genannt; je nachdem ob die Schüler*innen das Verhalten der Betroffenen im Beispiel als sexualisierte Gewalt empfunden haben, mussten sie sich entweder auf einem roten, gelben oder grünen Kreis positionieren. Dazu mussten sie auch begründen, warum sie sich so positioniert haben. Anschließend hat die Leiterin aufgelöst, ob es sexualisierte Gewalt war oder nicht. Dadurch haben die Schüler*innen ein Verständnis dafür bekommen, in was für Formen sexualisierte Gewalt überhaupt vorkommen kann, denn manchmal ist es nicht einfach, sie auf den ersten Blick als solche zu erkennen. 

Anschließend wurde besprochen, wie man sich am besten in Situationen verhält, in denen einer Freundin oder einem Freund sexualisierte Gewalt widerfährt. Verschiedene Ergebnisse wurden dann von Kleingruppen nochmals vorgetragen. 

Bei Basa wurden die Gruppen in FLINTA*-Personen (Frauen, Lesbische Personen, Inter Personen, Nichtbinäre Personen, Trans Personen und Agender Personen) und cis-Männer unterteilt. Nach einer kurzen Vorstellung und Präsentation wurden zunächst alle möglichen Fragen bezüglich Sexismus, Diskriminierung und Gender notiert und beantwortet. 

Bei der ersten Aufgabe ging es darum, dass die Schüler*innen erstmal versuchen sollten, den Begriff Identität zu definieren. Dabei ging es um verschiedene Merkmale und Bereiche, die diese ausmachen können. 

Anschließend sollte man die wichtigsten fünf Merkmale der persönlichen Identität aufschreiben und in einem weiteren Schritt diese zu einem Punkt reduzieren. Dies sollte bewusst zu einer Diskussion führen, bei der besprochen wurde, dass dies beinahe unmöglich ist und man unmöglich die vielen verschiedenen Facetten der Identität so beschreiben könnte. Daraufhin ging es um die Vielfältigkeit von Gender, u. a. etwa die Geschlechtsidentität, die romantische Orientierung und der Geschlechtsausdruck.  

Zuletzt haben sich die Schüler*innen bei Basa mit Stereotypen und “Schubladen-Denken” befasst. Dabei wurden Erfahrungen und Erlebnisse geteilt und auf einem Plakat gesammelt, welches veranschaulicht, was für ein Verhalten erforderlich ist in diskriminierenden Situationen, was die Schule in solchen Fällen unternehmen kann und Dinge, von denen man sich wünscht, dass sie jede Person verstehen würde. 

Abschließend kann man zu dem Sexismus-Projekttag der SV, Wildwasser und Basa sagen, dass dieser sehr interessant und lehrreich war. Den Schüler*innen wurde beigebracht, wie sie in sensiblen Situationen handeln sollten, wie sie Diskriminierung erkennen und woraus Identität und Gender bestehen kann. 

In den verschiedenen Gruppen herrschte eine harmonische und vertrauliche Atmosphäre, die zu einem guten Gesprächsklima beitrug. Auch die Personen, die uns die Themen vorgestellt haben, taten dies sehr professionell.  

Alles in allem fänden wir eine erneute Zusammenarbeit mit Basa und Wildwasser sehr wichtig, da wir viel vom Projekttag mitgenommen haben. 

Wir bedanken uns auch beim Förderverein, der den Projekttag finanziell unterstützt hat und der SV, die den ganzen Tag organisiert hat. Vielen Dank! 

Melisa und Meriha

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